Motiv1

Lion Systems S.A.
ecostart 2
rue du commerce
L-3895 Foetz
Luxembourg
info@lionsystems.lu

Tel : (+352) 263760-1
Fax: (+352) 26176821

Fotorealistische 3D Scans / Infrarot Reflektographie Betrachung von Gemälden

Fotorealistische 3D Scans

Die Objekte werden auf eine Glasplatte gestellt und digitalisiert. Der Prozess der Digitalisierung basiert auf dem Prinzip des strukturierten Licht, d.h. es werden spezielle Lichtmuster auf das Objekt projiziert, während das Objekt aus verschiedenen Blickwinkeln mit mehreren Kameras fotografiert wird. Basierend auf diesen Bildern kann die Geometrie des Objekts kontaktlos erfasst werden. Weitere Bilder des Objekts werden ohne das projizierte Lichtmuster unter  diffuser sowie gerichteter Beleuchtung aufgenommen. Hierdurch können die Farbe sowie das Beleuchtungsverhalten (Aussehen) des Objekts erfasst werden.

Fotorealistischer 3D Scan in 4 Schritten

Originales Objekt (Photo) Datenerfassung (Montage) Texturgenerierung (Rendering) 3D Rekonstruktion (Rendering)

Photorealistische digitalisierte Kunst in 3D

OrcaM (Orbital Camera System) ist ein neuartiger Scanner zur photorealistischen 3D Digitalisierung von Kunstwerken und Industriekomponenten. 

Mit OrcaM lassen sich zusätzlich zum 3D-Modell hochpräzise Daten zu Farbe und Textur des Objektes sammeln. Es entsteht eine 3D-Rekonstruktion der Objekte, die bislang unerreicht ist.

Objekterfassung mit OrcaMDie Rekonstruktionen erlauben insbesondere eine nachträgliche Beleuchtung, welche eine nahtlose Einbettung der Objekte in digitale Medien möglich macht. Derartig hochwertige Digitalisierungen sind in vielen Bereichen von großem Interesse: zur Einrichtung virtueller Museen, für Internetanwendungen (Shops, Kataloge, Auktionen), zur Überführung eines in Handarbeit erstellten Modells in eine digitale verarbeitbare Repräsentation (Reverse Engineering) oder zum Erstellen von Objektrepositorien für digitale Welten (Computerspiele, Serious Games, SecondLife).

OrcaM ist eine Entwicklung von DFKI-Wissenschaftlern des Forschungsbereichs Erweiterte Realität av.dfki.de und Ingenieuren der NEK GmbH, Kaiserslautern www.nek-gmbh.de zur automatisierten, farbechten,  dreidimensionalen Rekonstruktion von realen Objekten.

In einer Kooperation mit dem Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern www.mpk.de wurden erstmals reale Kunstgegenstände dem Scanverfahren unterzogen. Erfasst wurden Wilhelm Lehmbrucks Bronzeskulptur „Weiblicher Torso“ (1918, 67 x 40 x 25 cm, Bronze) und Hermann Scherers „Das kleine Mädchen“ (1924/25, 76 x 38 x 40,5 cm, Arve). Hier zeigt sich nun das gewaltige Potential dieser Technologie für die Kunstwelt.

Dr. Annette Reich, stellvertretende Direktorin an der Pfalzgalerie und Leiterin der Gemälde- und Skulpturensammlung, sieht in der Technologie auch eine Bereicherung der Museumsarbeit: "Es eröffnet sich die Möglichkeit, Museumsstücke als wertvolle Kulturgüter dreidimensional und photorealistisch zu dokumentieren. Zudem lässt sich das gewonnene Datenmaterial im Museumsalltag in den unterschiedlichen Medien nutzen. Kunstgegenstände lassen sich auf 3D-Monitoren oder in virtuellen Welten präsentieren und vom Besucher interaktiv wahrnehmen. Hierbei zeigen sich völlig neue Perspektiven und bislang verborgene Details".

Hermann Scherer "Das kleine Mädchen" (1924/25) und Wilhelm Lehmbruck “Weiblicher Torso“ (1918) als Original © Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern und 3D Rekonstruktion.

OrcaM ist ebenfalls für die Archäologie von Bedeutung, da Objekte einmal gescannt leichter für internationale und nationale Forschungsarbeiten genutzt werden können, da die Originale die Museen nicht mehr verlassen müssen. 

Wissenschaftliche Untersuchungen von Gemälden die zur Erstellung von Gutachten oder bei der Restaurierung dieser durchgeführt werden, greifen auf verschiedene optische Verfahren zurück, die unterschiedliche Informationen über die Entstehung und Entwicklung des Gemäldes liefern können.
Der Einsatz von Nahinfrarotkameras ermöglicht es Malschichten eines Gemäldes zu durchdringen, die für das sichtbare Licht nicht durchlässig sind. Mit der Infrarot Reflektographie können unabhängig vom verwendeten Bilduntergrund einzelne Malschichten durchdrungen und eventuelle Unterzeichnungen sichtbar gemacht werden. Die Infrarot Reflektographie trägt dazu bei die angewandte Zeichentechnik des Künstlers mittles der vorgefundenen Untergrundzeichnungen zu analysieren sowie Übermalungen, originalen Abänderungen oder eine versteckte Signatur sichtbar zu machen.

Die neue Generation der hochauflösenden InGaAs Nahinfrarot Kamera mit 640 x 512 Pixels verbessert die Aussagekraft der wissenschaftlichen Untersuchungen durch eine höhere Qualität der Infrarot Reflektographie Bilder.

Wenn Sie mehr hierzu erfahren wollen kontaktieren Sie uns einfach.

Infrared reflectography
Infrarot Reflektographie Ausschnitt des Gemälde Eliézer et Rébecca von Jan Swart (1495-1560), Öl auf Holz.  
Musée national d’histoire et d’art Luxembourg

 

Luxemburger Wort Samstag, den 7. April 2012Bericht im Luxemburger Wort Samstag, den 7. April 2012. PDF (2MB)